AD(H)S / ADS


 

Was genau ist AD(H)S?

 

Wer sich intensiv mit den Besonderheiten des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms mit/ohne Hyper­aktivität beschäftigt, wird feststellen, dass häufig Unwissenheit herrscht und zahlreiche Vorurteile existieren.

  

Eine Diagnose richtet sich nach international fest­gelegten Kriterien. Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulskontrolle spielen dabei eine zentrale Rolle.

 

Oft können Begleiterkrankungen hinzukommen: Lese-/ Rechtschreib- oder Rechenschwäche, Ticstörungen (Tourette), Autismus, Zwänge, Ängste, Depressionen sowie Störungen des Sozialverhaltens.

 

Meist werden zuerst negative Eigenschaften festgestellt,

wie zum Beispiel:

 

 -       Impulsivität

 -       niedrige Frustrationstoleranz

 -       Vergesslichkeit / „Träumer“

 -       schnelle Stimmungswechsel

 -       Probleme im Umgang mit Anderen

 -       Hyperaktivität / Unruhe (nach innen / außen)

 -       Konzentrationsprobleme / Ablenkbarkeit

 -       Ein- und Durchschlafstörungen

 -       Reizfilterschwäche

 -       Unordnung / unorganisiert

 -       Sensibilität

 -       zu hohe Ansprüche an sich selbst

 

Es gibt auch viele positive Eigenschaften, die AD(H)Sler aufweisen können

 

Dazu gehören oft eine besondere Kreativität und Aufgeschlossenheit. Sie sind phantasievoll, hilfsbereit und begeisterungsfähig. Viele besit­zen eine gute Intuition und können sich ausdau­ernd und intensiv mit Themen beschäftigen, die sie sehr interessieren. Nachtragend sind sie selten.

 

 

 AD(H)S ist KEIN Erziehungsproblem!

 

Kinder und Jugendliche mit AD(H)S-Diagnose pro­fitieren allerdings von einer authentischen, liebe­vollen (verständnisvollen) und konsequenten Er­ziehung. 

 

AD(H)S kann, wenn es gut behandelt ist und die positiven Eigenschaften nicht außer Acht gelassen werden, eine Bereicherung für die Familie und un­sere Gesellschaft sein.

 

Eventuelle Folgen von AD(H)S

 

AD(H)S ist nicht immer krankhaft. Einige Aspekte können aber, wenn sie nicht erkannt und ggf. ent­sprechend behandelt werden, zur echten Belas­tung werden.

  

Folgen eines nicht behandelten AD(H)S kön­nen sein:

    

-       Kein/niedr. Schulabschluss unterhalb der eigentl. Intelligenz

-       Ehescheidungen

-       Depressionen

-       Angststörungen

-       Suchterkrankungen

-       Arbeitslosigkeit

-       soziale Probleme

-       hohe Unfallrate


 Weitergehende Informationen finden Sie auch auf:

https://www.adxs.org/

https://adhs-deutschland.de

https://www.adhspedia.de



Buchempfehlungen für Eltern

von AD(H)S Kindern:

 

" Mama, nicht schreien!";
Jeannine Mik und Sandra Temel-Jetter, Kösel-Verlag

 

Buchempfehlungen für selbstbetroffene

Erwachsene bzw. Partner:

 

ADS - das kreative Chaos;
Walter Beerwerth, Verlag Herder GmbH

 

Lass mich, doch verlass mich nicht;
Cordula Neuhaus,
dtv Verlagsgesellschaft

 

Allgemeine Buchempfehlungen:

 

ADHS - Die Einsamkeit in unserer Mitte;
Karsten Dietrich, Schattauer

 

Das Kind in dir muss Heimat finden;
Stefanie Stahl, Kailash-Verlag

 

Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone;
Joachim Bauer, 
Heyne-Verlag


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