ELTERNSEIN & SELBSTBESTIMMTE GEBURT


Wenn eine Frau schwanger ist, dann erwartet sie nicht ein Kind - sie hat bereits eines.

Sie wird nicht Mutter sein - sie ist bereits eine Mutter.

Das Baby ist nicht unterwegs - das Baby ist bereits da.

 

Wenn wir die Art und Weise, wie die Gesellschaft ungeborene Kinder behandelt,

verändern wollen, müssen wir die Art und Weise, wie wir von ihnen sprechen, verändern.

-Frank Pavone-


SChwangerschaft & Geburt

Die Nachricht über eine Schwangerschaft löst in der Regel Freude und Glücksgefühle aus, manchmal auch Unsicherheiten und Befürchtungen.

 

Das neue Lebewesen nimmt schon ab der Verschmelzung der Ei- und Samenzelle wahr, ob es gewollt, nicht gewollt oder gar  von einer Abteibung bedroht wird.  Wie mittlerweile bekannt ist, kommen alle Emotionen der werdenden Mutter bzw. dem werdenden Vater und die Lebensumstände ob positiv oder negativ ungefiltert beim Baby an. Es fühlt sich sicher oder unsicher, je nachdem wie die Umwelt es annimmt und wird dadurch auch geprägt.

 

Frauen sind von Natur aus dazu gemacht, Mutter zu werden,  Kinder zu bekommen. So darf eine Frau in ihr Urvertrauen kommen. Leider ist dies nicht immer ganz einfach. Vor allem dann, wenn die eigenen Eltern, Partner, Ärzte usw. "besorgt" sind oder eine "Über-" Überwachung an medizinischen Untersuchungen oder gar Eingriffen empfehlen.

 

Damit sich die werdende Mutter sicher fühlen kann und die Schwangerschaft, wie auch die Geburt im Einklang ihrer Wünsche und Vorstellungen geschehen darf, gibt es die Möglichkeit eine Hebamme oder eine Doula zu beauftragen.

 

Beide verfolgen das Ziel, die werdende Familie (Mutter, Baby und Vater) zu unterstützen, die ureigenen Kräfte sowie das (gesunde) Bauchgefühl der Mutter zu stärken.

 

Die Leistungen einer Hebamme sind schon während der Schwangerschaft eine Krankenkassenleistung. Hebammen können, ebenso wie Ärzte (mit wenigen Ausnahmen) die Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Dies kann ganz ausschließlich oder auch im Wechsel mit dem Gynäkologen geschehen, so wie sich die werdende Mutter dies wünscht.

 

Doulas sind privat zu bezahlen, aber eine große Bereicherung  während einer wertvollen und spannenden Zeit.

Infos dazu: www.doulas-in-deutschland.de

 

Wie wichtig, eine gute (Hebammen-) Begleitung ist, geht u.a. aus diesem Dokument des Deutschen Hebammen Verbandes hervor: Empfehlung des Hebammen Verbandes

 

Bevor das Baby auf die Welt kommt, sollten sich beide Elternteile über die aufregenden Stunden der Geburt unterhalten und festlegen, wie und wo die Geburt verlaufen soll.

 

Soll eine Hausgeburt geplant werden, sollte sich die Schwangere frühzeitig um eine passende Hausgeburtshebamme oder ein Geburtshaus kümmern.

 

Auch eine Geburt im Wunsch-Krankenhaus ist mittlerweile nicht immer möglich. Bei der richtigen Wahl sollte nicht auf die vielen Extras wie Fernseher im Kreissaal sondern auf eine menschliche Atmosphäre, auf die Kaiserschnittrate oder ein stillfreundliches Pflegepersonal geachtet werden.

 

Im heutigen Krankenhaussystem fehlt an jeder Stelle Personal und  Zeit für die Geburt. Das wirkt sich negativ auf die Gebärenden wie auch das Baby aus. Deshalb ist es umso wichtiger, dass diese sich nicht nur mental gut auf die Geburt vorbereitet hat, sondern auch auf die möglichen medizischen Eingriffe, die passieren können.

 

Es gibt die Möglichkeit eine Art Patientenverfügung mit in die Klinik zu nehmen, in der ganz gezielt festgelegt wurde, was gewünscht oder nicht gewünscht wird.

 

Geht die lang ersehnte Geburt endlich los, kommt es womöglich in ungewöhnlichen Situationen zu Entscheidungen, die sich die werdende Mutter so nicht gewünscht hat. Dies kann auf folgende Dinge zurückzuführen sein:

 

- Zu wenig Zeit für den natürlichen Geburtsverlauf

- Die Kreisende wurde in ihrem Prozess unterbrochen und fühlt sich evtl. nicht mehr sicher

- Zu frühe und schnelle Geburtseinleitungsmaßnahmen

- Falsche Einschätzung der Hebammen und Ärzte (auch durch Überlastung und Furcht vor Regressansprüchen)

- Falsche angelegte Abrechnungssysteme, bei denen Eingriffe höher abgerechnet werden können als eine natürliche Geburt

 

Vor JEDEM medizinischen Eingriff ist die werdende Mutter darüber aufzuklären und auch auf mögliche Alternativen und Gefahren von jeglichen Möglichkeiten aufmerksam zu machen.


Informationen zu traumatisierenden Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen:

https://www.rubikon.news/artikel/die-traumatisierte-gesellschaft



Wertvolle Informationen sind auch auf der Seite des bereits stattgefundenen Geburtstauma-Onlinekongresses zu finden:

www.transformationinslicht.de

 

An dieser Stelle sei gesagt: Vielen Dank Lucia, für deine wundervolle Arbeit,

deinen Mut, deine Kraft und die Ausdauer dieses Ursprungsthema mit einem Kongress in die Welt zu tragen!


ELTERNSEIN

Nach der Geburt, wenn das Kind unruhig, ein Schreikind ist, Koliken hat oder später als Kleinkind, wenn es viel Aufmerksamkeit benötigt, können Eltern an Ihre Grenzen kommen. Aber auch noch das Schulkind und spätestens der pubertierende Jugendliche, fordert das Elternsein ganz schön heraus.

 

Es ist zu beachten: Wenn es mir gut geht, geht es dem Kind gut und umgekehrt! Das bedeutet, das Kind ist der Spiegel unserer selbst. Das ist schwer zu verstehen und zu glauben?

 

Verständlich dass dies schwerfällt, aber die Erfahrung zeigt tatsächlich, dass Kinder auch Unausgesprochenes an Mimik,

Gestik und Körperhaltung, Tonlage etc. erspüren können und darauf mit Symptomen wie Unruhe, Einschlafproblemen, Verdauungsproblemen usw. reagieren können.

 

Bleiben Mutter oder/und Vater in herausfordernden Situationen gelassen und ein liebevoller, authentischer und konsequenter Begleiter, können Situationen schneller und besser gemeistert werden. Wenn Eltern hier "ins Fühlen" kommen und auf ihr Bauchgefühl vertrauen bzw. zulassen, was in schwierigen Momenten auch in ihnen selbst passiert, steht einer entspannteren Zukunft innerhalb der Familie (fast nichts) im Wege.



Ein wichtiger Grundsatz für Schwangerschaft, Geburt & Elternsein:

Alle Eltern handeln nach bestem Wissen und Gewissen!

Keine Mutter, kein Vater fügt dem Kind absichtlich Schaden zu!


Buchempfehlungen:

 

Wie die Geburtserfahrung unser Leben prägt: Perspektiven für eine Geburtshilfe, Entwicklungspsychologie und die Prävention früher Störungen (Therapie & Beratung);

Inès Brock (Herausgeber), Psychosozialverlag

 

Das Kind in dir muss Heimat finden;
Stefanie Stahl, Kailash-Verlag

 

" Mama, nicht schreien!";
Jeannine Mik und Sandra Temel-Jetter, Kösel-Verlag

 

Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone;
Joachim Bauer, 
Heyne-Verlag

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